The Research Catalogue (RC) is a non-commercial, collaboration and publishing platform for artistic research provided by the Society for Artistic Research. The RC is free to use for artists and researchers. It serves also as a backbone for teaching purposes, student assessment, peer review workflows and research funding administration. It strives to be an open space for experimentation and exchange.

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Your tonality is not my tonality - meetings between the performer, the composer and the (micro)tonalities (2026) Marianne Baudouin Lie, Unni Løvlid
Unni Løvlid (NMH) and Marianne Baudouin Lie (NTNU), from Norwegian traditional and classical/contemporary music backgrounds, collaborate to explore tonality's diversity, leveraging their distinct practices to enhance inner ear training and pedagogical methods. Their project aims to develop a shared verbal language and deepen collective understanding of varied tonalities, challenging the standardization of tonality in music. By internalizing diverse tonalities through the inner ear, they seek to freely interpret and create music, fostering new artistic insights for both composed and improvised works. In 2021, they partnered with five composers—Sven Lyder Kahrs, Lasse Thoresen, Karin Rehnqvist, Lene Grenager, Ole Henrik Moe, and Jon Øivind Ness—to create new compositions and improvisations centered on tonality, inspired by folk music. The duo investigates how folk singers and classical instrumentalists adapt to new listening and auditive methods, exploring microtonality, quarter tones, and pure intervals. Through artistic research and educational efforts, they aim to develop methods to embody microtonality naturally, benefiting performers, students, and the broader musical community. The project invites collaboration with composers, ear training experts, and music theorists to inspire new music and deepen tonal understanding, contributing to artistic development and a richer musical discourse.
open exposition
Beziehungslandschaft Katzenwedelwiese (2026) Fabian Faylona
Das Projekt befasst sich mit der Entwicklung und Raumplanung einer Lerninfrastruktur, welche zum Ziel hat, durch künstlerische Forschungsansätze Identifikation, Beziehung und Verantwortung zum gefährdeten Ökosystem Streuobstwiese zu fördern. Dazu untersucht es das Fallbeispiel der Katzenwedelwiese, welche seit einigen Jahren als künstlerisches Forschungsfeld des ZKM Karlsruhe dient. Indem es die Mittel der künstlerischen Forschung und das theoretische Rahmenwerk des neuen Materialismus nutzt, erweitert das Projekt die Methoden architektonischer Bestandsanalyse und Raumplanung. Es kartografiert die Wechselbeziehungen auf der Streuobstwiese und erstellt so eine Topografie der Erkenntnisformen, die im Zusammenspiel mit der Landschaft hervorgehen. Auf dieser Grundlage wird eine Lerninfrastruktur gestaltet, welche zum Ziel hat, das auf der Wiese entstehende Wissen sowohl auf der Streuobstwiese als auch über den Ort hinaus zu vermitteln. Ausgehend von der Kritik an der dualistischen Spaltung von Subjekt und Objekt, Natur und Kultur, Theorie und Praxis, wählt das Vorhaben den theoretischen Rahmen des neuen Materialismus und den Handlungsansatz der künstlerischen Forschung, um sich der Kulturlandschaft Streuobstwiese als natur:kulturellem Zwischenraum zu nähern. Das Projekt interessiert sich für die materiellen Bedingungen von Körper und Landschaft, die Wirkungsmacht der Streuobstwiese als Akteur- Netzwerk bzw. Assemblage und deren Wechselbeziehung mit den künstlerischen Forscher:innen vor Ort. Es untersucht die Erkenntnisformen, welche aus Ortsbeziehung und körperlicher Interaktion hervorgehen und fragt, wie sich diese vermitteln und im öffentlichen Diskurs erfahrbar machen lassen. Indem es die seitens der Naturwissenschaft und Landwirtschaft formulierten Beschreibungen der Streuobstwiese durch die Lesart des Ökosystems als epistemischer Akteur:in mit materieller Wirkungsmacht rekontextualisiert, schließt das Projekt eine Forschungslücke und bietet eine Perspektive für die Wiederherstellung der im Zuge der Modernisierung verloren gegangenen Beziehungen an. Das Projekt schlägt eine Herangehensweise vor, die einem hybriden Paradigma künstlerischer Forschung folgt, indem es persönliche Vorprägungen sichtbar macht und erfahrungsbasierte Ansätze mit institutionell-kontextuellen Forschungsansätzen verbindet. Theoretische Recherche wird dabei mit künstlerischen Forschungsformaten verwoben (so z.B. Autoethnografie, Psychogeografie, Materialexperimente u.ä.). Subjektive Situiertheit wird nicht als Einschränkung, sondern als Erkenntnispotential versteht – anstatt Trennung zur Voraussetzung der Wissensproduktion zu machen, setzt das Projekt auf ein relationales Erkenntnismodell, welches wechselseitige Beziehung ins epistemologische Zentrum rückt. Der Forschungsansatz agiert durch zwei ineinandergreifende Vorgehensweisen: 1. Die Auseinandersetzung mit den theoretischen Hintergründen, dem Netzwerk beteiligter Künstler:innen, den vom ZKM bereits auf der Wiese durchgeführten Formaten, sowie die Begleitung und Dokumentation des laufenden Programms als beobachtender Teilnehmer, durch die Linse des zuvor definierten theoretischen Rahmens. 2. Die Durchführung von eigenen Forschungs- und Vermittlungsformaten im Rahmen eines regelmäßig stattfindenden Feldlabors in welcher die in (1) gesammelten Eindrücke verarbeitet und durch Auseinandersetzungen mit der materiellen Wirkungsmacht der Wiese und dem Handlungsrahmen künstlerischer Forschung ergänzt werden. Das Feldlabor ist weniger als manifester Ort und mehr als ein diskursives Format zu verstehen, welches im Modus zwischen Reallabor, Werkstatt, Kolloquium und öffentlichem Observatorium operiert. Die im Rahmen dieser Feldforschung gesammelten Erkenntnisse sollen abschließend zu einer Topographie der Wechselbeziehungen schematisiert werden, die auf der Streuobstwiese herrschen und welche den Handlungsrahmen des künstlerischen Forschungsfeldes definieren. Die Karte soll als Erweiterung des Forschungsprojekts des ZKM dienen und zur Außenkommunikation, sowie für den Wissenstransfer und Dialog mit nahestehenden Initiativen herangezogen werden können. Als mögliches Anwendungsbeispiel soll auf Grundlage dieser Kartografie abschließend eine Lerninfrastruktur, in Form eines Raumentwurfs oder Lehrpfades konzipiert werden, welcher zum Ziel hat, die gesammelten Zugänge des Forschungsprojekts auf erlebbare Art zu vermitteln und dadurch die Beziehungen zur Streuobstwiese, sowie deren öffentliche Wahrnehmung zu fördern.
open exposition
Exodus: um percurso à abstração. (2026) Ellen Spitz de Morais
O papel do corpo na criação do lugar. O percurso físico como motor investigador do percurso, viagem e abstração mental.
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Bus Stop (2025) Julija Jonas
This exposition reflects on the phenomenon of the public transport stop as a metaphorical framework for the condition of migration and the figure of the waiting individual. By centering the act of waiting, this research examines how mutual understanding and cultural translation unfold within intercultural encounters. The bus stop serves as both a physical site and a symbolic threshold, a space of transition, suspension, and projection toward an uncertain future. Within this context, the project traces the transformative phases of subjectivity experienced during emigration, emphasizing the temporal dimension of waiting, expectation, and the tension inherent in moments of immobility. The final installation is situated directly within the public sphere, specifically at bus stops, where the object destabilizes the everyday rhythm of transit. By oscillating between staged intervention and authentic environment, the project foregrounds the paradoxical beauty of stillness, alongside the latent unease of anticipation.
open exposition
Soittaa omaa mahtia - An Experimental Approach to the ‘Inner Power’ Improvisation in 19th‑Century Karelian Kantele Tradition (2025) Arja Anneli Kastinen
This exposition introduces an experimental framework for acquiring the “inner power” improvisation associated with 19th‑century non-literate Karelian kantele players. While their precise thought processes remain unknowable, it is clear they did not focus on finger control. The method emphasizes internalizing traditional plucking patterns without sheet music, allowing subconscious decision‑making to guide improvisation. Stepwise learning of increasingly complex patterns enables musicians to combine and vary them freely, creating a continuous flow of tones in which the player becomes part of the sound field. Contemporary practice thus reconnects with what kantele players once described as “playing their inner power” (“soitan omaa mahtia”), a style later termed “Quiet Exaltation” by folk music researcher Armas Otto Väisänen.
open exposition
Editorial: The possibility of having time to have a world (2025) PÁR-A-GEM
Guided by the members of the project PÁR-A-GEM (Bruno Pereira, Fernando José Pereira and Mário Azevedo) as guest editors, this edition offers in-depth explorations of the intersections between media, temporality, and embodied artistic research.
open exposition

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